Zum Start in unsere Sammlung der Harzer Wandernadel ging es in diesem Herbst auf einer eigentlich überschaubaren Runde von Thale zum Hexentanzplatz weiter zur Rosstrappe zurück nach Thale. Die knapp 11,5 Kilometer hatten ordentlich Höhenmeter und die oder andere schwierige Passage in sich.
Thale – Hexentanzplatz
Da wir in Wernigerode übernachtet hatten, sind wir mit dem Auto angereist. Der zentrale Parkplatz ist der perfekte Start- und Zielpunkt. Von hier aus nahmen wir den Thaler Hexenstieg (markiert mit dem schwarzen Kreuz), um zum Hexentanzplatz hinauf zu gehen. Die knapp 3 km lassen sich über die Serpentinen mit gemächlichen Anstieg recht gut wandern. Die eine oder andere Kurve lädt mit Bänken und schönen Aussichten zum Rasten ein.















Nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir das Plateau und zu unserer Überraschung die erste Sondernadel „Im Schatten der Hexen“ direkt vor der Walpurgishalle. Der bis hierin recht ruhige Weg wurde an der Seilbahnstation schlagartig überfüllt. Wir trafen nur kurz auf unsere Kinder und Eltern, die mit dem Auto gefahren waren. Für uns ging es direkt weiter, wieder hinunter ins Tal.
Hexentanzplatz – Hirschgrund
Bevor der Abstieg ins Bodetal zum Hirschgrund so richtig startete, lag die La Viershöhe auf unserem Weg. Hier hat man einen wunderbaren Blick zurück zum Hexentanzplatz, hinunter nach Thale und auf die Rosstrappe. Dort fanden wir unseren ersten offiziellen Stempel: die Nummer 72 – La Viershöhe
Ab dann ging es rasant bergab. Die recht kurzen Serpentinen waren eng und wir mussten bei den vielen aufsteigenden Wanderern immer wieder warten. Erschwerend kam hinzu, dass wir hier den Nordhang nutzten, so dass die Wege und vielen Steine sehr feucht und rutschig waren, was an der eine oder anderen Stelle zu akrobatischen Einlagen führte.
Nach weiteren 90 Minuten erreichten wir das Gasthaus Königsruhe im Hirschgrund. Erst hier fiel uns auf, dass wir diese Station auch entspannt aus Thale entlang der Bode hätten erreichen können 😉 Das Gasthaus hatte geöffnet und bot sogar noch seinen Biergarten an. Wir hatten aber genügend Proviant dabei und gönnten uns nur eine Apfelschorle.
Bevor es wieder hinauf zur Rosstrappe ging, holten wir uns den Stempel 178, der hier direkt am Gasthof zu finden ist.
Hirschgrund – Rosstrappe
Der Aufstieg zur Rosstrappe führt über die Schurre, einem alten Weg, dessen Pflasterung an vielen Stellen noch zu sehen ist. Auf dem Weg zum Anstieg kamen wir an mehreren Gedenktafeln für die Bergwacht und im Speziellen Gustav Kowalewski vorbei. Der Harz kann es in sich haben! Daran erinnert auch ein Warnschild, dass man sich einem alpinen Gebiet bewegt, was man dem Wanderweg auch schnell anmerkt. Nicht nur die recht steilen Serpentinen, sondern auch abschnittsweise Geröll erinnert ein wenig an Hochgebirge. Umso unverständlicher, dass uns Familien mit kleinen Kindern teilw. in der Trage der Eltern entgegen kommen 🙁
Durch den eher steinigen Untergrund am Hang, sind Bäumer eher spärlich verteilt. Dadurch hat man immer wieder einen wunderbaren, freien Blick zurück ins Tal und hinauf zum Ziel auf der Rosstrappe. Kurz vor 15 Uhr erreichten wir die Stempelstelle 71 am Abzweig von Schurre und Rosstrappe, an der wir am Vortag auf die Harzer Wandernadel aufmerksam geworden sind.
Rosstrappe – Thale
Wir sparten uns den Weg bis zur Spitze der Rosstrappe (hatten wir ja gestern schon 😉) und gingen direkt weiter in Richtung Seilbahnstation. Hier laufen wir erst einmal am Start des Präsidentenweges vorbei, der hinter dem Berghotel etwas versteckt liegt.
Der Weg schlängelt sich gemächlich über einige wenige langgezogene Serpentinen durch den bunten Herbstwald. Hier können wieder neben einander wandern und die Route ausklingen lassen.
Wir kreuzen zweimal die Seilbahn und kommen an der Bülowshöhe vorbei. Der Weg endet etwas außerhalb von Thale, so dass man noch einmal entlang der Bode laufen kann. Nach etwa 50 Minuten Abstieg erreichten wir die Seilbahnstation im Tal und gönnen uns eine kleine Stärkung. Nun sind es nur noch wenige hundert Meter zurück zum Parkplatz.

Mein Fazit
Mit insgesamt 11,25 Kilometern ist die Runde eigentlich recht überschaubar. Durch die 2 Auf- und Abstiege über insgesamt 612 Höhenmeter wird sie aber recht anspruchsvoll. Die 3 Stempelstationen und vielen tollen Ausblicke lockern diese Wanderung aber sehr gut auf!